Eizellenspende: Letzte Chance auf ein Baby?

Eine Eizellenspende ist für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch oft die letzte Möglichkeit ihren Traum von einem eigenen Kind doch noch zu erfüllen. In Deutschland ist die Eizellenspende allerdings verboten. Hierzulande ist es nur erlaubt eigene Eizellen zu entnehmen und künstlich befruchtet wieder einzusetzen.

Manche Frauen sind aber selbst nicht mehr in der Lage eigene Eizellen zu produzieren, beispielsweise aufgrund ihres Alters oder ausgelöst durch Krankheiten.

In anderen Ländern sind Eizellenspenden ebenfalls nicht gestattet.

Es gibt aber auch Länder, in denen sie erlaubt ist, beispielsweise in Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Polen und Österreich.

So ergibt sich ein regelrechter Befruchtungstourismus. Wenn man mit dem Gedanken spielt, eine Eizellenspende zu empfangen, muss man mit Kosten zwischen 4000 und 9000 Euro rechnen, je nach Land. Hinzu kommen noch die Reisekosten.

Ob die Spenderin eine Aufwandsentschädigung erhält und in welcher Höhe hängt von dem jeweiligen Land ab. Geld ist aber nicht der einzige Grund, warum Frauen ihre Eizellen spenden, viele Spenderinnen möchten anderen Frauen helfen.
Spenderinnen kommen nicht grundsätzlich von außen, viele Spenden kommen aus dem eigenen Familien- und Freundeskreis.

Agenturen suchen die außerfamiliären Spenderinnen aus. Hier kann das Paar aus bestimmten Merkmalen wählen, die ihnen wichtig sind. Nach diesen Merkmalen und gesundheitlichen Voraussetzungen wird die Spenderin dann von der Agentur ausgewählt.

Vor der Entnahme wird die Spenderin mit Hormonen behandelt. Unter Vollnarkose werden ihr die Eizellen entnommen.
Die Empfängerin bekommt Östrogene zur Vorbereitung. Die entnommenen Eizellen werden mit dem Samen des Vaters oder des Spenders befruchtet und in die Gebärmutter eingesetzt. Falls Embryonen übrig bleiben, können diese eingefroren und zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden (in vitro Fertilisation).

in vitro fertilisation

Wenn das Paar erfolgreich schwanger ist, können sie sich überlegen die Embryonen zu behalten oder diese an andere kinderlose Paare zu spenden. Embryonenspenden sind zwar preiswerter als Eizellenspenden, aber hier ist kein Elternteil genetisch mit dem Kind verwandt.

Ob die Spenderin anonym bleibt ist auch von Land zu Land unterschiedlich. In Österreich hat das Kind mit 14 Jahren ein Recht darauf zu erfahren, wer seine genetische Mutter ist. Auch in anderen Ländern ist dies so geregelt. Es gibt aber ebenso Länder, bei denen die Spenderinnen ganz anonym bleiben.

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