Hohe Gefahren durch Atkins-Diät

Kaum eine Diät ist so effektiv, aber auch so umstritten wie die Atkins-Diät. Der gleichnamige Erfinder dieser Diät, Dr. Robert C. Atkins behauptet seit vielen Jahren, dass nicht das Fett in der Nahrung die Ursache für eine Gewichtszunahme ist, sondern die Kohlehydrate in den Lebensmitteln.

Dass daran viel Wahrheit liegen kann, bestätigt auch die Tatsache, dass zwar immer mehr fettreduzierte Lebensmittel zu kaufen sind aber auch die Fettleibigkeit in den USA bei 60 Prozent liegt und sich damit in den letzten 30 Jahren nahezu verdoppelt hat.

Bei der Aktins-Diät werden alle kohlehydratreiche Lebensmittel wie Nudeln, Brot oder Kartoffeln gestrichen und damit dem Körper die schnell verfügbaren Energiespeicher entzogen. Durch den hervorgerufenen Mangel an Kohlehydraten stellt der Körper seinen Stoffwechsel um und die Fettreserven werden zur Deckung des Energiebedarfs herangezogen. Auch das Sättigungsgefühl tritt bei der Streichung von Kohlehydraten viel schneller ein.

Allerdings birgt diese Diät auch ein hohes Maß an Gefahren und durch die relativ einseitige Ernährung kann es schnell zu einer Unterversorgung mit wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen kommen.

Es fehlt auch an ausreichenden Ballaststoffen, weil Gemüse und Obst ebenfalls zu den nicht erlaubten Lebensmitteln gehören. Dies kann zu Durchfall führen und durch die erhöhte Eiweißzufuhr wird der Säurewert des Blutes erhöht, was wiederum die Nieren stark belastet.

Die Folge davon können sowohl Nierensteine als auch Gicht sein. Um den hohen Säurewert zu senken, benötigt der Körper zusätzliches Kalzium, was dann aber wieder dem Knochenbau fehlt.

Dennoch bestätigen Studien, dass diese Form der Diät durchaus sehr erfolgreich sein kann und besser als viele andere Diäten ist. Bei den Studien wurde die Aktins-Diät mit einer normalen fettreduzierten Diät verglichen.

Die Aktins-Patienten hatten nach sechs Monaten in der Regel das doppelte an Gewicht verloren wie die Patienten bei der fettreduzierten Diät. Auch die Blutfettwerte konnten deutlich verbessert werden und die Insulinwerte bei den Atkinspatienten wurden ebenfalls besser.

Doch trotz dieser Erfolge bleibt die Diät umstritten und bei einer Weiterführung der Beobachtung der Patienten konnte festgestellt werden, dass bei einer Dauer von einem Jahr keine Gewichtsunterschiede mehr festzustellen waren und die Gewichtsreduktion bei beiden Gruppen auf einem durchschnittlich gleich hohen Level angesiedelt war.

Bevor man eine längere Diät macht, die einen hohen Gewichtsverlust mit sich bringen soll, ist es daher ratsam, sich im Vorfeld mit seinem Hausarzt zu besprechen und hier Rat einzuholen.