In der Erkältungszeit kennen wohl Viele das Phänomen Dysphonie, so der medizinische Fachbegriff für Heiserkeit. Die Stimme ist belegt, die Lautstärke kann kaum noch geregelt werden. Manchmal treten dabei Schmerzen auf und das Sprechen bereitet Unbehagen. Diese Symptomatik kann etwa gemeinsam mit einer Erkältung auftreten und entsteht durch eine Reizung des Kehlkopfes und/oder der Stimmbänder. Die Betroffenen haben oft ein Fremdkörpergefühl im Hals und räuspern sich oft.
Heiserkeit – ein ernstzunehmendes Symptom
Wenn die Dysphonie von einer Erkältung unabhängig auftritt oder lange anhält, sollte eine Abklärung durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt erfolgen. Hierzu wird mit einem Laryngoskop der Kehlkopf und die Stimmorgane untersucht. Für Heiserkeit gibt es verschiedene Ursachen. Die Erkältung wurde schon genannt. Darüber hinaus kann der Grund eine Fehlbildung, Verkürzung oder Wucherung auf den Stimmorganen sein. Ebenso können, etwa bei Rednern oder Sängern, mit er Zeit Schädigungen durch Überbeanspruchung des Stimmapparates auftreten. Doch auch Patienten, die häufig unter Sodbrennen leiden, können durch die ständige Reizung des Halses durch die Magensäure Schädigungen an den Stimmorganen erleiden. Ebenso gibt es psychosomatische Gründe, etwa die Furcht, zu sprechen, die zum Versagen des Stimmapparates führen kann.
Diagnostik und Therapie, wenn Sie häufig heiser sind
Es gibt verschiedene therapeutische Möglichkeiten, wie die Dysphonie behandelt werden kann. So kann etwa ein Logopäde mittels Atemtraining beim Sprechen mit dem Patienten einen Weg erarbeiten, die Stimme einsatzfähiger zu machen. Ebenso ist Stimmtraining, ähnlich wie in der Gesangsausbildung möglich und kann helfen, die Stimme wieder herzustellen. Fachtherpeuten für Stimmbildung werden Phoniater genannt. Falls Sie Furcht vorm Sprechen haben, wird eine begleitende Psychotherapie Ihnen helfen, diese zu überwinden. Wenn nötig, sind auch chirurgische Eingriffe oder Medikamente zum Erhalt und der Wiederherstellung der Stimme möglich.
Wenn Sie über längere Zeit oder auch häufiger heiser sind, sollten Sie einen Facharzt aufsuchen, um die Ursache abklären und behandeln zu lassen. Es ist dann wichtig, Veränderungen am Stimmapparat auszuschließen, und falls dies nicht gelingt, diese Veränderung gezielt zu behandeln. Wie alle häufigen oder auch dauerhaften Symptome weißt Heiserkeit auf eine mögliche Erkrankung hin und sollte ernst genommen werden. Auch wenn Sie nur heiser sind ohne Halsschmerzen zu haben, sollte Diagnostik erfolgen, wo die Ursachen dafür liegen. Manche Untersuchungen werden als unangenehm empfunden, doch der Arzt hat Möglichkeiten, die Diagnostik für den Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Sprache und Stimme sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Lebensqualität. Zögern Sie daher nicht, es abklären zu lassen, wenn Ihnen die Stimme häufiger versagt.
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