Man mag es kaum glauben, aber die Masern grasieren wieder in Deutschland. Grund dafür liegt in fehlenden Impfungen. Bei den Masern gibt es ganz typische Symptome. Das Leitanzeichen ist der Hautausschlag. Ansonsten sind die Symptome bei Kindern und Erwachsenen gleich:
Zuerst zeigen sich Anzeichen, die an eine schwere Erkältung erinnern. Schnupfen und Husten gehören dazu. Diese Phase hält zirka vier Tage lang an.
Meistens folgt eine Bindehautentzündung. Die Augen sind gerötet und tränen.
Die Betroffenen sind oftmals sehr lichtempfindlich.
Es entstehen kleine Flecken von weißer Farbe auf der Mundschleimhaut.
Der Betroffene leidet an hohem Fieber, das in Schüben auftritt.
Der rote, fleckige Hautausschlag erscheint nach zirka vier Tagen. Bei diesem Hautausschlag handelt es um kleine, hellrote Flecken, die mit der Zeit großflächig zusammenfließen.
Der Ausschlag fängt in der Regel hinter den Ohren an und verbreitet sich dann über den Hals und das Gesicht langsam über den kompletten Körper.
Dieser Ausschlag verschwindet meistens nach vier bis sieben Tagen wieder.
Es kann sein, dass die Lymphknoten in der Halsgegend anschwellen. Zudem kann der Erkrankte über Halsschmerzen klagen. Nachdem der Ausschlag verschwunden ist, lässt auch das Fieber nach und es bleibt eine Schuppung auf der Haut. Diese verschwindet dann auch wieder nach ungefähr zehn Tagen.
Masern sind hochansteckend und muss unbedingt behandelt werden. Es kann sogar zu Komplikationen wie beispielsweise einer Hirnhautentzündung kommen. Zudem äußern sich die Symptome meistens bei Erwachsenen stärker als bei Kindern. Bei erwachsenen Erkrankten kann es außerdem zur Lungenentzündung oder Augenentzündung kommen.
Die Ursache bei Masern sind keine Bakterien, sondern Viren. Deshalb hilft auch kein Antibiotika. Es ist ein sogenannter humanpathogener Virus, der nur den Menschen betrifft. Hat man sich angesteckt, dauert es ungefähr acht Tage, bis die Krankheit ausbricht. Übertragen wird der Virus durch Husten, Sprechen oder Niesen. Der Masernvirus bleibt sogar etwa zwei Stunden ansteckend, weil er dann in der Luft hängt.
Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen. Husten, Fieber und Schmerzen werden medikamentös behandelt. Es gibt keine spezielle Therapie gegen Masern und auch bei Komplikationen gerät die Medizin an ihre Grenzen. Bettruhe ist Pflicht und falls es zur Lichtempfindlichkeit gekommen ist hilft es, das Zimmer abzudunkeln.
Vorbeugen kann man also nur mit Impfungen. Die meisten der nach 1970 geborenen wurden entweder gar nicht oder nur einmal geimpft. Die Auffrischung der Impfung gegen Masern ist allerdings erst seit dem Jahre 2001 normal. Wer bereits die Masern hatte, muss sich nicht vor Ansteckung fürchten, denn dann ist man immun gegen diese Viruserkrankung.
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